Benutzerspezifische Werkzeuge
Sektionen
Uniklinik A-Z
Klinikschule

Klinikschule

Klinikschulleitung

Dr. Andreas Seiler-Kesselheim
Schulleiter
Telefon: +49 221 403050
Telefax: +49 221 355899637
E-Mail
Johann-Christoph-Winters-Schule
Lindenburger Allee 38 (1. Obergeschoss, Raum 105), 50931 Köln


Johannes Krane-Erdmann
Stellvertretender Schulleiter
Telefon: +49 221 403050
Telefax: +49 221 355899637
E-Mail
Johann-Christoph-Winters-Schule
Lindenburger Allee 38 (1. Obergeschoss, Raum 105), 50931 Köln

Villa Kunterbunt:
Telefon: +49 221 478-6617
Johann-Christoph-Winters-Schule
Villa Kunterbunt, Robert-Koch-Straße 10 (Gebäude 54, Raum E004), 50931 Köln


Sekretariat:
Inge Denner
Telefon: +49 221 403050
Telefax: +49 221 35 589 9637
E-Mail
Johann-Christoph-Winters-Schule
Lindenburger Allee 38 (1. Obergeschoss, Raum 103), 50931 Köln


Geschichte und Struktur

Die Schule wurde zu Beginn der 1950er Jahre in den Universitätskliniken Köln (Orthopädie und Kinderklinik) gegründet. Sie ist in Trägerschaft der Stadt Köln und trägt seit 1991 den Namen des Begründers des Kölner Hänneschen Theaters, Johann-Christoph-Winters (JCW).

Zunächst ausschließlich im Unterricht am Krankenbett tätig, folgte schon Anfang der 1960er Jahre die Arbeit in Kleinklassen auf der „Pestalozzistation“. Diese war eine pionierhafte Einrichtung für Kinder mit psychisch bedingten Erkrankungen. Daraus erwuchs - unter engagiertem Betreiben der damaligen Elternschaft und Schulleitung - 1988 die Einrichtung einer eigenständigen „Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters“ (KJP).

Die frühe Erfahrung mit Klassenunterricht bei psychisch kranken Schülerinnen und Schülern wurde überregional modellhaft aufgenommen, als in den 90er Jahren ein großer Strukturwandel einsetzte. Dieser führte zur Schwerpunktverlagerung auf psychische Erkrankungen. Aus der „Krankenhausschule“ war die „Schule für Kranke“ geworden.

Im Rahmen des Strukturwandels in der Krankenpädagogik integrierte die JCW-Schule zwei ehemals eigenständige Systeme in ihren Aufgabenbereich: 2001 die Außenstelle einer Schule für Erziehungshilfe in der TK Pionierstraße, 2002 die Schule für Kranke im Eduarduskrankenhaus, die für alle nicht universitären Kliniken zuständig war.
Bei einem Personalschlüssel von 1:5,98 (Schwerstbehinderte 1:4,17) und ausgeglichener Stellenbesetzung arbeiten auf den knapp 20 Planstellen 25 Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen. 75 % von ihnen haben eine sonderpädagogische Zusatzausbildung oder ein psychologisch, psychotherapeutisches Zusatzstudium.
Die JCW ist Ausbildungsschule für angehende Sonderpädagogen.

Für Eltern, Schulen und Praxen im Großraum Köln unterhält die Schule gemeinsam mit der KJP eine pädagogisch-jugendpsychiatrische Ambulanz als niederschwellige Anlauf- und Beratungsstelle für Akutprobleme bei Schülern mit vermuteter psychiatrischer Indikation.


Ansprechpartnerinnen

  • Primarstufen: Heidrun Euler-Breil, Telefon: +49 221 403050
  • Sekundarstufen: Ulrike Busse-Mainzer, Telefon: +49 221 403050

E-Mail: 154143@schule.nrw.de

Die Schülerzahlen der JCW-Schule spiegeln die heutigen Klientel-Strukturen im Land wieder.

Im statistischen Jahresdurchschnitt werden täglich unterrichtet:

120 Schülerinnen und Schülern
davon 95 wegen psychischer Erkrankung in Klassen oder Kleingruppen
und 25 wegen somatischer Erkrankungen auf den Bettenstationen unterrichtet


Psychiatriepatienten...

… werden unterrichtet in den Jahrgängen eins bis zehn aller Schulformen, teilweise mit Abschlüssen. Für Sekundarstufe II-Schüler gibt es Kooperationen mit benachbarten Gymnasien.

Häufigste Symptombilder:

  • Angststörungen (besonders Schulangst)
  • Psychosen
  • Essstörungen
  • Zwangserkrankungen
  • psychosomatische Störungen
  • Entwicklungsstörungen (autistische Formen)
  • AD(H)S (vor allem in der Primarstufe)

 

Verweildauer:

circa ein bis sechs Monate.

Merkmal:

hohe Quoten an Rückintegration bei jungen Patienten, eher niedrige bei älteren.

Lang andauernd psychisch Erkrankte verbleiben auch während Ambulanz- und Rehabehandlung in der JCW, wenn anders eine Förderung nicht möglich ist.
Das Curriculum der Heimatschule kann nicht immer eingehalten werden. Häufig erfolgen Wechsel in andere Schulen und auch Schulformen.

Lernorte:

  • „Villa Kunterbunt“ auf dem Klinikgelände für die Primarstufe, Klassen eins bis vier, maximal je sechs Schüler
  • Gebäude Lindenburger Allee Sekundarstufe I, Klassen fünf bis zehn, maximal je acht bis zehn Schüler mit kompletter schulischer Infrastruktur (zum Beispiel Sporthalle, Informatik, Hauswirtschaft, Aula) und Schulleben, Verwaltungszentrale
  • Außenstelle Tagesklinik Pionierstraße (Köln-Riehl) 24 Schüler in drei Klassen

Somatische Erkrankungen

Bettlägrige Schüler werden am Krankenbett oder in Kleinstgruppen im Schulraum der jeweiligen Stationen unterrichtet.

Schwerpunkte:

  • Onkologie
  • Mukoviszidose
  • Dialyse
  • Spezialstation für chronisch Kranke

Unterrichtsberechtigt ist, wer voraussichtlich mindestens vier Wochen in der Klinik bleibt, beziehungsweise Kinder mit langfristiger Intervallbehandlung.

Das Curriculum der Heimatschule wird im Krankenhaus fortgeführt. In der Regel erfolgt eine Rückintegration in Heimatschule, gegebenenfalls auch Schullaufbahnwechsel.

Lernorte:

alle Kinderkliniken Kölns (Uni, Amsterdamer Str., Porz), selten auch Spezialkliniken für Erwachsene


 

Artikelaktionen