AG Rehabilitation kognitiver Störungen - ZNS Reha
Leiterin:
OÄ Dr. Maike D. Hesse
Telefon: +49 221 478-98648, Telefax: +49 221 478-97282
E-Mail: maike.hesse@uk-koeln.de
Wissenschaftler/innen, Doktoranden/innen:
Ärzte: Dr. Mitra Ameli, Pia Floßdorf, Dr. Silvia Linnartz
cand. rer. medic.: Nevresa Balic, Dipl.-Psychologin; Lucia Roy, M.Sc. Neuropsychologie
Masterarbeit: Sara Hakimi, B.Sc., Psychologie, Maastricht
cand. med.: Tjalda Kim Deiwick, Malte Langenbach, Anne Radtke, Steffen Rose, Dominik Siquet
Externe Kooperationen mit:
Priv.-Doz. Dr. R. Sparing, Neurochirurgische und neurologische Rehabilitationsklinik Holthausen, Hattingen
Prof. A.T. Sack, Department of Neurocognition, Faculty of Psychology, Universiteit Maastricht
Ausgeschiedene Mitarbeiter:
cand. med. Markus Etzold; cand. med. Ingmar Gröning; Hana Minarik, Applied Life Sciences, Saarbrücken, cand. med. Julia Theis
Kooperationen mit anderen AGs:
cand. med. Anke Hurst (AG Kog. Neurologie)
Katharina Moos, cand. med. Elisabeth Achilles (AG Kog. Neurologie, FZ Jülich)
Wir suchen sowohl gesunde Probanden als auch ausgewählte Schlaganfallpatienten für wissenschaftliche Studien mittels Stimulationsverfahren (transkranieller Magnetstimulation oder Gleichstromstimulation) und/oder funktioneller Bildgebung.
Sie sind gesund und haben Interesse an der Teilnahme an einer Hirnforschungsstudie?
Sie sind Schlaganfallpatient/-in und haben Interesse an Studien zur Verbesserung motorischer oder kognitiver Defizite (Störungen der Aufmerksamkeit oder Handlungsplanung bzw. -ausführung) mit innovativen Therapieverfahren (zum Beispiel transkranieller Magnetstimulation oder Gleichstromstimulation)?
Schicken Sie uns Ihre Kontaktdaten, wir rufen Sie gerne unverbindlich zurück:
Dr. Maike Hesse. E-Mail: maike.hesse@uk-koeln.de
Ziel der AG ZNS Reha
Eine Schädigung des Gehirns, sei es infolge einer Erkrankung oder eines Unfalls, kann die Hirnfunktion dauerhaft beeinträchtigen. In unserer Gesellschaft ist der Schlaganfall die häufigste Ursache einer dauerhaften Behinderung. Jährlich ereignen sich ca. 250.000 erstmalige Schlaganfälle. Mehr als ein Drittel der überlebenden Schlaganfall-Patienten bleiben nach dem Ereignis dauerhaft behindert und sind auf fremde Hilfe angewiesen.
Neben motorischen Defiziten liegen bei den Betroffenen häufig relevante Störungen der kognitiven Funktionen vor. Vor allem Störungen der Kommunikation, der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses und der Handlungsplanung und –ausführung erschweren die erfolgreiche Wiederherstellung des Betroffenen (Rehabilitation) und bedingen oft trotz intensiver neurorehabilitativer Therapie eine dauerhafte Behinderung.
Das Ziel der Arbeitsgruppe ist daher die Erforschung und Entwicklung innovativer Therapieverfahren zum Einsatz in der Neurorehabilitation. Ausgehend von dem Konzept, dass das Gehirn während der gesamten Lebenszeit eines Menschen die Möglichkeit besitzt, den Verlust von Hirnarealen durch plastische Umbauprozesse zu kompensieren, versuchen wir, diese neuronale Plastizität durch Interventionen, wie kognitive Trainingstherapien, spezielle Pharmakotherapien und nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren zu fördern. Dabei entwickeln wir die konzeptionellen Hypothesen anhand von funktionellen Modellen, die auf den neuesten Erkenntnissen der Neuropsychologie, der kognitiven Neurobiologie und der bildgebenden Neurowissenschaften (wie der funktionellen Kernspintomographie (fMRT) und der Positronenemissionstomographie (PET)) beruhen. Ein Fokus der Arbeitsgruppe liegt auf der pathophysiologischen Erforschung und Therapie von Störungen der Aufmerksamkeit (Neglekt) und der Handlungsplanung und –ausführung (Apraxie).
Die AG ist eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe, deren Mitglieder besondere Kenntnisse in der klinischen Neurologie (Schlaganfallbehandlung), kognitiven Neurologie, kognitiven Neurobiologie, Neurorehabilitation, und Neuropsychologie aufweisen.
Methodisch wenden wir unter anderem nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren zur Neuromodulation an. Die Transkranielle Magnetstimulation (TMS) und die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) stellen zwei solcher nicht-invasiver Hirnstimulationsverfahren dar, die länger anhaltende Veränderungen der kortikalen Erregbarkeit (Exzitabilität) induzieren können. Die präzise Anwendung der Verfahren unterstützen wir mittels der rahmenlosen stereotaktischen Neuronavigation. Verhaltensexperimente (behaviorale Testungen) wenden wir für sich genommen und in Kombination mit der TMS / tDCS und/oder mit bildgebenden Verfahren wie der funktionellen Kernspintomographie (fMRT) und/oder Positronenemissions-tomographie (PET) an. Zur Untersuchung einfacher und höherer motorischer Defizite wenden wir elektrophysiologische Untersuchungsverfahren, wie die kinematische Bewegungsanalyse und die Analyse isometrischer Fingerkräfte, sowie neurophysiologische Techniken, wie die Elektromyographie und die motorisch-evozierten Potentiale, an. Die enge Verzahnung der Arbeitsgruppe mit dem Forschungszentrum Jülich ermöglicht den unmittelbaren Transfer experimenteller Laborergebnisse in die klinische Testung und zurück.
Schlüsselbegriffe: Neuronale Plastizität, kognitive Neurologie, kognitive Neurobiologie, Neuro-Rehabilitation, Neuropsychologie, nicht-invasive Neuromodulation, elektrische Hirnstimulation, Neurophysiologie, Kinematik, funktionelle Hirnkartierung, funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT), transkranielle Magnetstimulation (TMS), transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), Positronenemissionstomographie (PET), Schlaganfall, Motorik, Aufmerksamkeit, Neglect, Apraxie.
Unsere wissenschaftlichen Publikationen (über Pubmed) finden Sie hier.
Beiträge in den Medien:
Nach Schlaganfall hilft Schwachstromtherapie.
Einen Beitrag in der "Welt" über schwache Gleichstromfelder in der Therapie von Schlaganfall-Patienten finden Sie mit Beteiligung der Uniklinik Köln hier.
Hoffnung für Schlaganfallpatienten. Einen Artikel in Neues Deutschlang zu den Hirnstimulationsverfahren TMS und DCS, die auch in der Neurologie der Uniklinik Köln erforscht werden, finden Sie hier.
Weitere Informationen auch unter Aktuelles.

