Forschung

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen
Sie sind hier: Startseite / Psychiatrie und Psychotherapie / Forschung / Arbeitsgruppen / Klinische Demenzforschung

Klinische Demenzforschung

Dementielle Erkrankungen beginnen bereits Jahre bis Jahrzehnte vor der ersten Symptomatik. Eine frühzeitige Detektion von Risikofaktoren und Vorstadien neurodegenerativer Erkrankungen nimmt insbesondere mit Hinblick auf die alternde Gesellschaft an Relevanz zu. Umso wichtiger ist es, die Entstehung und den Verlauf demenzieller Erkrankungen zu verstehen. Die häufigste Form von Demenz ist die Alzheimer-Demenz (Mayeux & Stern 2012). Ihr wird eine langsam fortschreitende Entwicklung zugeschrieben, die sich über mehrere Jahre bis Jahrzehnte vor der Diagnosestellung präsymptomatisch manifestiert (Jack et al. 2013, Vellas et al. 2011, Villemagne et al. 2013). Erste zerebrale neuropathologische Veränderungen, wie Amyloid-Ablagerungen als zentrales neuropathologisches Merkmal bei der Alzheimererkrankung oder das Vorkommen von extrazellulärem TAU, gehen der klinischen Manifestation einer Demenz um etwa 20 bis 30 Jahre voraus. Diese lassen sich bereits in einem präklinischen Stadium durch Untersuchungen des Liquors oder Positronen-Emissions-Tomographie (PET) nachweisen (Jansen et al. 2015, TAU-PET).

Das Ziel der AG Klinische Demenzforschung ist insbesondere die Erforschung diverser Aspekte, die eine Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf von demenziellen Erkrankungen spielen könnten. Dazu gehören unter anderem neben den zuvor erläuterten Biomarkerveränderungen, die Veränderung der kognitiven Leistung, des Lebensstils, somatische und psychiatrische Vorerkrankungen sowie neuroanatomische Veränderungen. Im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte werden sowohl quer- als auch längsschnittliche Analysen durchgeführt, mit dem langfristigen Ziel, die Frühdiagnostik sowie Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten demenzieller Erkrankungen zu verbessern.

Die AG arbeitet in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gedächtnisstörungen (ZfG) der Uniklinik Köln.