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Neurobiologie und Neuromodulation psychischer Erkrankungen

Arbeitsgruppe für Neurobiologie und Neuromodulation psychischer Erkrankungen

Die tiefe Hirnstimulation ist eine empirisch basierte Therapieform, deren Entwicklung auf Erfahrungen aus intraoperativen Teststimulationen im Rahmen von hirnchirurgischen Eingriffen der 50er und 60er Jahre fußte. Die heutzutage implantierten Stimulationselektroden geben hochfrequent kurze elektrische Impulse ab und modulieren so neuronale Funktionskreise. Um postoperativ möglichst viele Modifikationen vornehmen zu können, beinhaltet die Elektrodenspitze 4 oder mehr Pole, die von außen individuell aktiviert werden können. Über Kabel werden die Elektroden mit dem meistens unter dem Schlüsselbein implantierten sogenannten Impulsgenerator verbunden.

Seit 1995 ist die THS zur Behandlung von Tremor und M. Parkinson in Deutschland zugelassen. Als experimenteller Ansatz wird die Wirksamkeit der THS für weitere neurologische Erkrankungen wie zum Beispiel Epilepsie und Kopfschmerz erforscht. Ende der 1990er Jahre wurden auch erstmalig Patienten mit psychischen Erkrankungen mittels THS im Einzelversuch behandelt. Seitdem wird die tiefe Hirnstimulation für psychiatrische Indikationen weltweit in einigen wenigen Zentren erprobt. Die zahlenmäßig größten Erfahrungen liegen für Zwangsstörungen, schwere Depressionen und das Tourette-Syndrom vor.

Verantwortlich:

Prof. Dr. Jens Kuhn

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