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Prädiktion und Prävention; frühere Projekte

„En résumé, science, d'où prévoyance; prévoyance d'où action.
Auguste Comte

 

European Network of National Networks Studying Gene-Environment Interactions (EU-GEI)

Projektleiter/in Zentrum Köln: Herr Prof. J. Klosterkötter, Herr Priv.-Doz. Dr. S. Ruhrmann
Ansprechpartner/in: Herr Priv.-Doz. Dr. S. Ruhrmann, Frau Dipl.-Psych. J. Paruch

Projektkurzbeschreibung: Die im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Kommission geförderte „European Gene Environment Interaction Study“ (EU-GEI) zielt darauf ab, über einen Zeitraum von fünf Jahren interagierende genetische, klinische und umweltbezogene Einflussfaktoren für Entwicklung, Ausprägung und Erkrankungsfolgen schizophrener Psychosen zu identifizieren.
Die detaillierte Analyse des Zusammenspiels von Risiko- und Schutzfaktoren soll in der Folge die frühe Prädiktion eines Übergangs von einem Risikostatus in eine manifeste klinische Störung oder dessen Ausbleiben sowie den Verlauf im Falle eines stattgehabten Übergangs verbessern helfen. Zu diesem Zweck sollen auf Basis der Studienbefunde multidimensionale Algorithmen zur Abschätzung des individuellen Risikos entwickelt werden, um insbesondere den Anteil falsch positiver Vorhersagen zu reduzieren.
Untersucht werden eine Stichprobe von Patienten mit diagnostizierter Schizophrenie, deren Angehörige ersten Grades, Personen mit klinisch erhöhtem Psychoserisiko gemäß der sogenannten ‚ultra high risk’ Kriterien sowie für Psychosen bzw. die Risikokriterien negative Vergleichspersonen. Vorgesehen sind die Erhebung psychopathologischer Risikocharakteristika, psychosozialer Belastungsfaktoren wie Traumatisierung, Mobbing bzw. Bullying, Cannabis-Konsum oder Migration, neuropsychologischer Variablen und neuroradiologischer Befunde, DNA-Analysen sowie die unmittelbare Erfassung der Stressreaktivität, der Affektregulation und psychosenaher oder psychotischer Erfahrungen mittels elektronisch gestützter Event Sampling Methoden im Alltag der Studienteilnehmer.
Die multizentrische Studie wird von der Universität Maastricht, Niederlande, koordiniert. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Köln nimmt als Kooperationspartner an dem vom Institute of Psychiatry in London, Großbritannien, koordinierten Work-Package „Prodrome“ teil. In dem auf die Differenzialdiagnostik des klinischen Risikostatus für psychotische Störungen spezialisierten Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychische Krisen der Klinik werden eine Teilstichprobe der Personen mit mutmaßlichem Prodrom eines Psychose sowie ein Teil der Kontrollpersonen rekrutiert und untersucht werden. Nach einer Baseline-Erhebung folgen nach 12 und nach 24 Monaten entsprechende Follow-Ups mit Re-evaluation der Baseline-Variablen und Feststellung des psychopathologischen Status bzw. des etwaigen Übergangs in eine manifeste psychotische Störung.

Laufzeit: Januar 2010 - Januar 2014
Fördernde Institution: Europäische Kommission

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Sekundäre Prävention der Schizophrenie (PREVENT)

Projektleiter/in: Herr Prof. J. Klosterkötter
Ansprechpartner/in: Herr Priv.-Doz. Dr. A. Bechdolf

Projektkurzbeschreibung: In Zusammenarbeit mit Früherkennungszentren in Bonn, Düsseldorf, Aachen, Berlin, München und Göttingen wird unter Kölner Koordination und unter Beteiligung des Zentrums für Klinische Studien Köln (ZKS Köln) eine randomisierte, kontrollierte Therapiestudie zur Frühintervention von Psychosen durchgeführt. International liegen derzeit mehrere Studien vor, die sowohl für psychotherapeutische als auch für pharmakologische Behandlungsstrategien auf eine gute Wirksamkeit in der Frühphase von Psychosen hinweisen, ohne dass diese beiden Behandlungsansätze bislang jemals direkt miteinander hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei der Vermeidung einer ersten psychotischen Episode verglichen wurden. Diese Wissenslücke soll mit PREVENT nun geschlossen werden, so dass die Studie damit auch eine internationale Vorreiterposition bei der Erforschung der bestmöglichen Behandlung von Menschen mit einem erhöhten Risiko für psychotische Erkrankungen besitzt. In PREVENT wird die medikamentöse Behandlung mit dem atypischen Antipsychotikum Aripiprazol (Abilify ®) mit einer Placebo-Medikation sowie einer Psychotherapie (Kognitive Verhaltenstherapie) bei Personen mit einem nach ihrem Beschwerdebild erhöhten Risiko für die Entwicklung einer ersten psychotischen Episode verglichen. Dabei stehen vor allem die Verhinderung des Auftretens einer Psychose (Sekundärprävention) und die Milderung der aktuellen Symptomatik im Vordergrund.
Ähnlich wie schon in die Interventionsstudien des Kompetenznetzes Schizophrenie zielt auch PREVENT auf Personen zwischen 18 und 40 Jahren ab, die (a) bereits ein feines, abgeschwächtes psychose-ähnliches Beschwerdebild zeigen (eigenartige Denkinhalte, Beziehungserleben, Misstrauen und paranoide Ideen, eigenartige, aber noch gut verständliche Sprechweise, kurzfristig in die Umwelt verlegte Wahrnehmungsverzerrungen), (b) nur sehr kurzfristig und selten auftretende, aber bereits klar psychotische Symptome bieten (Halluzinationen, Wahn oder formale Denkstörungen), (c) seit mindestens einem Jahr unter schwer erklärbaren, immer wieder auftretenden Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen leiden bzw. über eigenartige Störungen in den Denkabläufen klagen (Unfähigkeit zur Spaltung der Aufmerksamkeit, Bannung der Aufmerksamkeit durch banale Details, Gedankeninterferenzen, -blockierungen oder -jagen, Störung der rezeptiven oder expressiven Sprache, vermindertes abstraktes Denken, Eigenbeziehungstendenzen) oder (d) einen erstgradigen biologischen Angehörigen besitzen, der an einer Psychose litt, oder selbst eine schizotype Persönlichkeitsstruktur aufweisen und gleichzeitig binnen des letzten Jahres deutliche Einbrüche auf schulisch-beruflichem und/oder sozialem Gebiet zeigten.
Für diese Personengruppe muss nach den hierzu vorliegenden Studien ein im Mittel fast um das 50-fache erhöhtes Risiko, binnen eines Jahres an einer Psychose zu erkranken, von etwa 0,07 auf 38% angenommen werden. Zudem leidet sie häufig bereits unter anderen psychischen Erkrankungen, insbesondere depressiven und sozial phobischen Störungen, die sich zumeist im Zuge der angenommen prodromalen Beschwerden entwickelt haben und den bewährten antidepressiven und anxiolytischen Behandlungsstrategien allein nicht oder nur unzureichend und kurzfristig zugänglich sind.

Laufzeit: 2008 - 2012
Fördernde Institution: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

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Prädiktive Güte der Kriterien zur Erfassung eines initialen Prodroms einer Psychose in der Inanspruchnahmepopulation des Kölner Früherkennungszentrums

Projektleiter/in: Frau Dr. F. Schultze-Lutter
Ansprechpartner/in: Frau Dr. F. Schultze-Lutter

Projektkurzbeschreibung: Im Rahmen der Früherkennung von Psychosen ist international die Frage nach der diagnostischen bzw. prädiktiven Güte potentieller Prodromalsymptome von vorrangiger Bedeutung. Dennoch sind insbesondere für die weltweit meist verwandten 'ultra high-risk' (UHR) Kriterien bislang nur partielle Abschätzungen ihrer prädiktiven Güte möglich, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass das Hauptaugenmerk auf Personen mit einem potentiell erhöhten Psychoserisiko gerichtet war und Inanspruchnahmepopulationen von Früherkennungszentren ohne erhöhtes Psychoserisiko unbeachtet blieben. Ziel ist daher eine Nachuntersuchung der nicht bereits zum Zeitpunkt des Erstkontakts psychotisch erkrankten Patienten des Kölner Früherkennungszentrums FETZ von Beginn 1998 bis Ende 2003 mit und ohne Prodromkriterium. So soll in einem ersten Schritt eine Bestimmung der Psychose-prädiktiven Güte der derzeitig verwandten Prodromkriterien über einen durchschnittlich 3-jährigen Katamnesezeitraum erfolgen und in einem zweiten Schritt Möglichkeiten ihrer Optimierung überprüft werden. Denn nur wenn sich die verwandten Kriterien auch von einem Vorstadium anderer psychischer Störungen unterscheiden, also etwa eine hohe Spezifität und negative prädiktive Stärke besitzen, kann es in Zukunft gerechtfertigt sein, ein Prodrom zu den optionalen Psychosekriterien zu zählen und eine auf diesen Kriterien basierte indizierte Prävention als eine der effektivsten Maßnahmen zur Reduktion der Inzidenz der Erkrankung im Gesundheitswesen zu etablieren. Zudem soll in diesem Projekt auch eine Abschätzung der außerhalb des FETZ erfolgten psychosozialen Versorgung und deren Effizienz erfolgen.
Dabei zeigten Auswertungen der Erstkontaktdaten der nicht bereits zum damaligen Zeitpunkt psychotischen FETZ-Klientel im Vergleich zur Bevölkerungsstatistik der Stadt Köln einen deutlich erniedrigten Anteil von FETZ-Klienten nicht-deutscher Staatsangehörigkeit und von solchen mit einen niedrigem Bildungsniveau gemessen an dem höchsten Schulabschluss (Hauptschule oder keinen Schulabschluss). Da aber sowohl für Personen mit Migrationshintergrund als auch für solche mit niedrigem IQ, für den die Schulbildung eine grobe Abschätzung darstellt, ein erhöhtes Psychoserisiko angenommen werden muss, wird für diese Personengruppe eine deutliche Unterversorgung hinsichtlich der Früherkennung psychotischer Störungen erkennbar. Dabei bleibt unklar, inwieweit dieser Selektionseffekt auch auf das Hilfesuchverhalten der Gruppe und die Überweisungspraxis der sie behandelnden Ärzte/Therapeuten zurückgeht.
LINK: http://www.fetz.org

Laufzeit: April 2005 - März 2007
Fördernde Institution: Köln Fortune Programm, Universität Köln

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European Prediction of Psychosis Study (EPOS)

Projektleiter/in: Herr Prof. J. Klosterkötter, Herr Priv.-Doz. Dr. S. Ruhrmann
Ansprechpartner/in: Herr Priv.-Doz. Dr. S. Ruhrmann, Herr H. Graf von Reventlow

Projektkurzbeschreibung: Die 'European Prediction of Psychosis Study' (EPOS) ist die erste europäische Multizentrum-Studie zur Früherkennung von Personen mit einem klinisch erhöhten Psychoserisiko, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung einer Schizophrenie. Als prospektive, longitudinale und naturalistische Studie konzipiert wurde EPOS in Deutschland (Köln, Berlin), Finnland (Turku), den Niederlanden (Amsterdam), England (Birmingham, Manchester) und ursprünglich auch Spanien (Santander) durchgeführt. Dabei werden in EPOS vier hauptsächliche Fragestellungen mit dem Gesamtziel der Entwicklung einer europäischen Initiative zur Früherkennung verfolgt:
(1) Wege in die Versorgung: Welche Zugangswege in die Gesundheitsversorgung nutzen Personen mit einem erhöhten Psychoserisiko und wie unterscheiden sich ihre Wege in den verschiedenen europäischen Gesundheitssystemen?
Die systematische retrospektive Erhebung der Kontakte mit Versorgungsinstitutionen und des Beginns von psychischen Beschwerden erlaubt die Evaluation der Verzögerungen und Hindernisse auf dem Weg in eine adäquate Behandlung und wird damit die empirische Grundlage zur Konzeption von gemeindenahen Aufklärungs- und Präventionsprogrammen zur Reduktion der Dauer der unbehandelten Erkrankung liefern.
(2) Früherkennung: Welche Daten sollten für eine valide Früherkennung erhoben werden?
Die prädiktive Validität vergangener und derzeitiger Symptome und Defizite, von Risikoindikatoren und Persönlichkeitsdispositionen, von neurokognitiven und neurobiologischen Parametern sowie ihrer Synergismen wird evaluiert werden.
(3) Behinderung: Wann und wie entwickeln sich soziale, schulische, berufliche und andere funktionale Einschränkungen im Prodromalstadium, und wie ist ihr weiterer Verlauf?
Die systematische prospektive Erhebung von Behinderungen und der Lebensqualität von Personen mit erhöhtem Psychoserisiko hat die operationalisierte Definition von Defiziten und Bedürfnissen im Prodrom zum Ziel. Damit ist EPOS die erste Studie, die explizit die Aufdeckung des Beginns, der Prävalenz und der Determinanten von Behinderungen im Prodromalstadium einer psychotischen Erstmanifestation untersucht und damit die Grundlage für eine frühe, gezielte Rehabilitation schafft.
(4) Frühintervention: Welche Behandlungsangebote werden Personen mit erhöhtem Psychoserisiko von wem gemacht und wie kosteneffizient sind diese?
Jede Intervention (etwa Psycho- oder Pharmakotherapie, Unterstützungsangebote), die Risikopersonen angeboten wird, wird hinsichtlich ihres Nutzens für die Person und ihrer damit verbundenen Kosteneffizient beurteilt. Damit wird eine empirische Datenbasis für die Entwicklung eines europäischen Rahmenprogramms für die psychosoziale Gesundheitsversorgung von Personen mit erhöhtem Psychoserisiko geschaffen.
LINK: http://www.epos5.org

Laufzeit: 2002 - 2006
Fördernde Institution: Europäische Gemeinschaft, 5. Rahmenprogramm

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Kompetenznetz Schizophrenie (KNS)
Projektverbund 1 (PV1) "Früherkennung und Frühintervention"

Projektleiter/in: siehe nachfolgende Teilprojekte
Ansprechpartner/in: siehe nachfolgende Teilprojekte

Projektkurzbeschreibung: Im Jahre 2000 startete mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Forschung und Technologie in Deutschland das groß angelegte "Kompetenznetz Schizophrenie" (KNS), das u.a. den Projektverbund "Früherkennung und Frühintervention" und ein übergreifendes Projekt zur umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung, das so genannte „Awareness-Projekt“, beinhaltet und sich derzeit in der dritten Förderperiode mit dem Ziel der Übertragung der Ergebnisse in die klinische Praxis befindet.
Die Hauptziele der in Köln, Bonn, Düsseldorf und Mannheim durchgeführten PV1-Projekte sind neben der Entwicklung eines evaluierten Instrumentes zur Abschätzung des individuellen Psychoserisikos die Entwicklung von Leitlinien zur präventiven Frühintervention bei Personen mit einem erhöhten Psychoserisiko sowie der Nachweis von potenziellen Vulnerabilitätsindikatoren und funktionellen Hirnabweichungen, die den Beginn einer schizophrenen Erkrankung anzeigen könnten. In Erweiterung der internationalen Forschung wird im PV1 zwischen einem psychosenahen und einem psychosefernen Prodrom unterschieden. Während die Definition des psychosenahen Prodroms über attenuierte und transiente psychotische Symptome sich eng an die international gebräuchlichen ‚ultra-high risk’ (UHR)-Kriterien anlehnt, stützt sich die Definition des psychosefernen Prodroms auf die Ergebnisse einer prospektiven Studie zur Schizophrenie-prädiktiven Güte von Basissymptomen und umfasst zudem die auch in den UHR-Kriterien enthaltene symptomatisch unspezifische Risikogruppe mit der Kombination von Risikofaktor und Funktionseinbußen, wobei im KNS die genetische Belastung und Geburts- und Schwangerschaftskomplikationen als Risikofaktoren definiert wurden.
LINK: http://www.kompetenznetz-schizophrenie.de

Laufzeit: 2000 - 2008
Fördernde Instition: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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Kompetenznetz Schizophrenie, PV1 "Früherkennung und Frühintervention"
1.1.2: Entwicklung und Evaluation von psychologischen Frühinterventionsstrategien bei Risikopersonen mit psychosefernem Prodrom

Projektleiter/in: Herr Prof. J. Klosterkötter, Herr Priv.-Doz. Dr. A. Bechdolf
Ansprechpartner/in: Herr Priv.-Doz. Dr. A. Bechdolf

Projektkurzbeschreibung: Ergeben sich bei der Untersuchung im Früherkennungszentrum Hinweise auf ein psychosefernes Prodrom, so dass nach den bisherigen Studienergebnissen damit zu rechnen ist, dass innerhalb von zwei bis drei Jahren eine psychotische Erstmanifestation auftritt, wurde den Ratsuchenden die Teilnahme an einer Symptom-orientierten psychologischen Interventionsstudie angeboten. Hierbei wurde eine 12-monatige multimodale psychologische Intervention bestehend aus Einzeltherapie mit Psychoedukation sowie Symptom- und Stressmanagement, Gruppentherapie mit Training sozialer Kompetenzen und von Problemlösefertigkeiten, kognitivem, Computer gestützten Training und Beratung der Familien und Bezugspersonen mit einem unspezifischen klinischen Management verglichen.

Laufzeit: 2001 - 2005
Fördernde Institution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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Kompetenznetz Schizophrenie, PV1 "Früherkennung und Frühintervention"
1.1.3: Pharmakologische und psychologische Frühintervention bei Risikopersonen mit psychosenahen Prodromen

Projektleiter/in: Herr Prof. J. Klosterkötter, Herr Priv.-Doz. Dr. S. Ruhrmann
Ansprechpartner/in: Herr Priv.-Doz. Dr. S. Ruhrmann

Projektkurzbeschreibung: Sind die Patienten bereits in einem psychosenahen Prodrom – berichten also bereits über attenuierte oder gar schon kurzfristig auftretende und spontan remittierende psychotische Symptome, wurde den Betroffenen angeboten, an einer pharmakologischen Interventionsstudie teilzunehmen. Hierbei wurde eine alleinige supportive psychologische Intervention mit ihrer Kombination mit einer Pharmakotherapie mit dem niedrig dosierten atypischen Neuroleptika Amisulprid über zwei Jahre verglichen. Die supportive Intervention beinhaltete dabei stützende Gespräche mit Betroffenen und ggf. Angehörigen, psychoedukative Aspekte sowie psychologische Kriseninterventionen.

Laufzeit: 2001 - 2005
Fördernde Institution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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Kompetenznetz Schizophrenie
4.2.1: Awareness-Programm

Projektleiter/in: Herr Prof. J. Klosterkötter
Ansprechpartner/in: Frau Dr. F. Schultze-Lutter

Projektkurzbeschreibung: Ziele des Awareness-Projekts im Rahmen PV1 sind die Wissensvermittlung über Prodromalsymptome und weiteren Indikatoren für ein erhöhtes Psychoserisiko sowie über mögliche Unterstützung, Behandlung und Hilfsangebote, die Schulung insbesondere in der Primär- und psychiatrischen Versorgung tätigen Personen in der frühen Erkennung von Prodromalsymptomen und Risikofaktoren und die Schulung in der angemessenen Kommunikation mit Risikopersonen und deren Familien sowie der Vermittlung von individuellen Frühbehandlungsangeboten. Damit soll eine Verbesserung der Zuweisungswege für Risikopersonen, eine Erhöhung der Anzahl der Zuweisungen von Risikopersonen und eine Verkürzung der Dauer der unbehandelten Erkrankung bei den zugewiesenen Risikopersonen bewirkt werden.
Entsprechend der Antragsstellung wurden für die Durchführung der Awarenesskampagne zunächst Materialien für eine gezielte Aufklärung in enger Kooperation mit den Beteiligten des PV1 'Früherkennung und Frühintervention' erarbeitet und ein regionales Netzwerk zur Früherkennung auf- und kontinuierlich ausgebaut, das inzwischen beinahe 1.000 Partner umfasst. Die Früherkennungsbroschüre kann hier eingesehen werden.

Laufzeit: 2001 - 2005
Fördernde Institution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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Kompetenznetz Schizophrenie, PV1
"Früherkennung und Frühintervention"
3. FP: Entwicklung und Implementierung eines Früherkennungs- und Frühinterventions-Programms für Personen mit einem erhöhten Psychoserisiko

Projektleiter/in: Herr Prof. J. Klosterkötter, Herr Priv.-Doz. Dr. S. Ruhrmann, Herr Priv.-Doz. Dr. A. Bechdolf, Frau Dr. F. Schultze-Lutter, Herr Prof. W. Maier, Herr Priv.-Doz. Dr. M. Wagner, Herr Prof. H. Häfner, Herr Dr. K. Maurer

Ansprechpartner/in: Frau Dr. F. Schultze-Lutter

Projektkurzbeschreibung: Das Projekt‚ Entwicklung und Implementierung eines Früherkennungs- und Frühinterventions-Programms für Personen mit einem erhöhten Psychoserisiko’ hat den Transfer der in der ersten und zweiten Förderphase des KNS im PV1 gewonnenen Erkenntnisse unter Berücksichtigung des internationalen Forschungsstands in die Praxis zum Ziel. In diesem Transferprojekt kooperieren die bereits an dem PV1 beteiligten Zentren in Köln, Bonn und Mannheim. Vor der Erarbeitung Zielgruppen-spezifischer Informations- und Lehrmaterialien soll der derzeitige Kenntnisstand sowie die Bedürfnisse der Zielgruppen (in der Versorgung Tätige, Patienten, Angehörige und interessierte Laien) erfasst werden, um die Produktentwicklung zu leiten; vor der Produktverbreitung soll das Produkt über die Zielgruppen zudem evaluiert werden. Ziel der Transferphase ist eine verbesserte Zugänglichkeit von Personen mit erhöhtem Psychoserisiko zu einer adäquaten Früherkennung und Frühintervention.

Laufzeit: 2006 - 2008
Fördernde Institution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)