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Klinische und Experimentelle Psychologie
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Klinische und Experimentelle Psychologie

Inhaltliche Schwerpunkte:

1. Persönlichkeitsstörungen und Achse-I-Störungen

Verhaltensgenetische und klinische Studien belegen, dass dysfunktionale Persönlichkeitsmerkmale und psychiatrische Syndrome diagnostisch und ätiologisch nicht scharf abgrenzbare Einheiten sind, sondern auf ähnliche genetische und Umweltbedingungen zurückzuführen sind. Persönlichkeitsstörungen können zudem die Anfälligkeit (Vulnerabilität) für andere psychiatrische Störungen erhöhen oder deren Verlauf und Therapiemöglichkeiten stark beeinflussen. In dem Projekt geht es darum, die diagnostischen und ätiologischen Zusammenhänge von Persönlichkeitsmerkmalen und psychiatrischen Störungen wie Depression, Psychose, Zwang oder ADHS zu untersuchen. Dazu ist es notwendig, Persönlichkeitsstörungen nicht als kategorial abgrenzbare Einheiten, sondern im Sinne eines dimensionalen Profils mit kontinuierlichen Übergängen zwischen psychisch weitgehend gesunden Menschen und psychischen Störungen zu erfassen. Die Ergebnisse sollen zum Einen dazu beitragen, ein syndromal ausgerichtetes Beschreibungs- und Erklärungssystem für psychisch gestörtes Verhalten zu entwickeln, das über das herkömmliche kategoriale System in den Klassifikationssystemen DSM und ICD hinausgeht und zum Anderen können zusätzliche therapeutische Zugangswege erschlossen werden, wie sie zum Beispiel in der Schematherapie zur Anwendung gelangen.

2. Neuropsychologische Korrelate und Prädiktoren psychischer Störungen

Alle psychischen Störungen gehen mit anhaltenden oder auch nur zeitlich begrenzt auftretenden Auffälligkeiten bei der Verarbeitung kognitiver und vor allem emotionaler Informationen einher. Diese Auffälligkeiten können genutzt werden, um eine differenziertere Diagnostik und eine zuverlässigere Prognose über den weiteren Verlauf der Störung leisten zu können. Neben dem Vergleich verschiedener Diagnosegruppen wie Psychose, Zwang, Depression oder ADHS stehen daher auch Fragen der Früherkennung einer schweren psychischen Störung im Zentrum der Untersuchungen.


Verantwortlich:

Prof. Dr. Dr. Dipl.-Psych. Ralf Pukrop
E-Mail: ralf.pukrop@uk-koeln.de

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